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Türsturz des Merenptah

M.i.N.

 

"Museen im Nildelta" (M.i.N.) - so bezeichnen wir das Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die kaum bekannten archäologischen Fundstücke zu veröffentlichen, die in den Provinzmuseen des Nildeltas aufbewahrt werden. Abseits der traditionellen Touristenrouten gelegen, doch in der Nähe der bedeutenden archäologischen Stätten Unterägyptens wie z.B. Tanis (San el-Hagar), Bubastis (Tell Basta), Pithom (Tell el-Maschuta), Imet (El-Huseiniya, var. „Nebesheh“), Per-Ramses (Qantir) und Avaris (Tell Daba’a) finden sich in den kleineren Museen Ägyptens oft hervorragende Zeugnisse der antiken Hochkultur. Die wissenschaftliche Dokumentation, Erforschung und Publikation der meisten in den kleineren Museen Ägyptens ausgestellten Artefakte ist seit langem überfällig. Bislang gab es keine Kataloge dieser Museen. Auch die Veröffentlichung aller Grabungen und der dabei gefundenen, zahlreichen Objekte war in Ägypten jahrzehntelang nicht üblich. So kam es dazu, dass zwar alljährlich zahlreiche Grabungen durch den Ägyptischen Antikendienst (EAO, später SCA) durchgeführt wurden, diese aber kaum der Außenwelt bekannt wurden. Die bald nach ihrer Entdeckung wieder in Vergessenheit geratenen Denkmäler werden durch die wissenschaftliche Bearbeitung und Veröffentlichung nun in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Dadurch wird die weitere Erforschung der Kultur des Alten Ägypten auf eine verbesserte Grundlage gestellt. Insbesondere wird es möglich, das Verständnis für die seit Jahrtausenden multikulturell geprägte Landschaft des Nildeltas zu erweitern. Hier lebten nicht nur Ägypter, sondern auch Libyer, Nubier, Hebräer, Phönizier, Griechen und Römer mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Religionen zusammen. Ihre Werte und Ideen befruchteten sich gegenseitig. Über Kulturkontakte erreichten sie die gesamte Mittelmeerregion und auch Zentraleuropa.

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Ein wichtiges Anliegen des Projektes ist es, die durch die intensive Beschäftigung mit den Objekten gewonnenen Erkenntnisse und die durch (meist unpublizierte, handschriftlich arabisch abgefasste) Grabungsberichte und andere archivierte Aufzeichnungen der ägyptischen Archäologen in Teilen rekonstruierbaren Fundumstände verfügbaren Informationen zu ermitteln, zu sammeln und sie in gedruckter Form der weiteren Forschung zur Verfügung zu stellen.

Großer Dank für ihre Unterstützung gebührt dem Staatsminister für Altertümer der Republik Ägypten, Dr. Khaled El-Enany und seinen Vorgängern im Amt, Prof. Dr. Mamduh Eldamaty und Prof. Dr. Zahi Hawass, die uns die Arbeiten ermöglichten. Für gute Zusammenarbeit danken wir auch dem Leiter der Abteilung Museen im Altertümer-Ministerium Ägyptens, Ahmed Sharaf, und besonders der Generaldirektorin der Regionalmuseen Ägyptens, Elham El-Mongy.

Unser besonderer Dank gilt den ägyptischen Archäologen, unter deren Leitung zahlreiche Funde geborgen wurden, besonders Prof. Dr. Mohamed I. Bakr, der Ausgrabungen in Kufur Nigm und Bubastis leitete und später Präsident der Ägyptischen Altertumsbehörde EAO war. Des Weiteren Mohamed Eliwa Musallamy, ehemals Oberinspektor in Unterägypten und Ausgräber an zahlreichen Delta-Orten, wie Imet (El-Husseiniya), El-Sowa und Tell Abu Yasin; Omar Shafiq Hammad, Leiter des Archivs der Ägyptischen Altertümerbehörde, und nicht zuletzt den DirektorInnen und KuratorInnen der jeweiligen Museen, besonders Abdallah Abdel Raziq, Ashraf Kheder, Khaled Korany Abd-el Tawab, Khaled Aly Sayed, Mona M. Saad und Afaf Ibrahim, die mit "ihren" Objekten durch jahrelange Beschäftigung oft am besten vertraut sind. Allen diesen Personen verdanken wir wichtige Informationen.